Speaker:
Daniel Schlatter - Schlatter & Zahl Rechtsanwälte
Die Brandkatastrophe von Crans-Montana macht deutlich: Brandschutz bei Veranstaltungen ist keine formale Pflicht einzelner, sondern eine gemeinsame Verantwortung aller Beteiligten. Auch wenn sich das Ereignis außerhalb Deutschlands ereignet hat, lassen sich Ursachen, Versäumnisse und organisatorische Schwachstellen doch auch in den deutschen Rechts- und Genehmigungskontext einordnen.
In Deutschland ist im Brandschutz vieles gut geregelt – aber noch lange nicht alles ist automatisch sicher. Besonders bei temporären Nutzungen und saisonalen Veranstaltungsformaten zeigt sich, wie schnell Standards aufgeweicht oder Verantwortlichkeiten diffus werden. Mit Blick auf die kommende Fasnachtssaison rücken provisorische Festwirtschaften in Garagen, Hinterhöfen und Zelten ebenso in den Fokus wie hoch frequentierte Kneipen, Bars und Restaurants.
Der Vortrag ordnet ein, wo brandschutzrechtliche Verantwortlichkeiten beginnen, wie sie sich verteilen – und wo genaues Hinsehen dringend erforderlich ist. Auch und gerade im Hinblick auf die erwarteten Verhaltensweisen der Besucherinnen und Besucher.
Daniel Schlatter verbindet juristisch fundiertes Wissen mit langjähriger operativer Erfahrung in der Sicherheitsplanung und -umsetzung von Großveranstaltungen.
Er berät Betreiber, Veranstalter, Kommunen und Genehmigungsbehörden regelmäßig zu Fragen der Sicherheit bei Veranstaltungen, der Sicherheitsorganisation, und Haftung.
Seine Stärke liegt darin, komplexe rechtliche Anforderungen verständlich einzuordnen, typische Fehlannahmen aus der Praxis aufzulösen und konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Gerade im Kontext aktueller Schadensereignisse schafft der Vortrag Orientierung: Was ist rechtlich geboten, was organisatorisch sinnvoll – und wo beginnen persönliche Haftungsrisiken?