Paul Kromer
HERRENKNECHT AG
Die Wärmewende schreitet voran und die Ausbauziele der Fernwärme in Deutschland sind nach wie vor ambitioniert in Bezug auf Gebäude, die neu an Fernwärmenetze angeschlossen werden sollen. Das bedeutet, dass es bis zum Jahr 2045 zu mehr als einer Verdopplung der aktuellen Fernwärmetrassen von etwa 35.000 km kommen könnte.
Das Verlegen von Wärmeleitungen für den Neubau und für die Erweiterung von Wärmenetzen erfolgt meist mittels offener Bauweise im Graben. Ergänzend dazu kommen aber auch weitere Verlegemethoden in geschlossener Bauweise zum Einsatz. Diese werden meist zur sicheren Unterquerung von Hindernissen eingesetzt, wenn eine offene Verlegung nicht möglich ist. Zudem werden sie vermehrt auch aus Gründen von Wirtschaftlichkeit und indirekter sozialer / ökologischer Komponenten angewendet. Eine erhöhte Akzeptanz der Bevölkerung führt zudem zu schnelleren Genehmigungsverfahren und somit Umsetzungen.
Der Ausbau von Fernwärmenetzen erfordert insbesondere bei Unterquerungen, beispielsweise von Verkehrswegen, Gewässer oder Naturschutzgebieten, höchste technische Sorgfalt. Dabei müssen ebenfalls die Eigenschaften von Fernwärmerohren, insbesondere KMR, berücksichtigt werden. Grabenlose Bauverfahren haben sich bereits beim Leitungs- und Tunnelbau bewährt und ermöglichen auch die sichere und schnelle Unterquerung von sensiblen Infrastrukturen bei minimalen Eingriffen an der Oberfläche.